Posts mit dem Label railay werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label railay werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, Juli 20, 2007

Die Post-Australienphase: Eva in Thailand, Teil 4 (Railay, James Bond und mehr)

Foto: Der Strand Hat Phra Nang auf Railay

Railay ist eine Halbinsel, die nur via Long-Tail-Boat zu erreichen ist. Auf dem Weg dorthin faehrt man an gruen bewachsenen Felsen, die malerisch im Meer postiert sind, vorbei. Railay ist ein Kletterparadies fuer Freeclimber, doch auch die Sonnenanbeter kommen voll und ganz auf ihre Kosten. Anliegeplatz fuer mich ist Hat Railay East. Dieser Strand ist gar kein "richtiger" Strand: Mangroven, ein bisschen Schlamm. Hier befinden sich die meisten Backpackerunterkuenfte und Bars. Doch nur ein kurzer Fussmarsch fuehrt einen nach Hat Railay West mit pudrigem Sandstrand. Hier befinden sich die teuren Bungalows. Doch mein absoluter Lieblingsstrand ist Hat Phra Nang: Ueberhaupt keine Bungalows, weisser Sand, tuerkisblaues Wasser, imposante Felsen inklusive Hoehle, tolle Aussicht und ein bizarr anmutender Felsvorsprung, unter dem man schwimmen kann. Herrlich! Ueberhaupt scheint es hier so viele kleine traumhafte Inselchen zu geben, dass fast jeder seine eigene haben koennte.

Diese Naturschoenheit blieb natuerlich auch Hollywood nicht verborgen. Im Phang Nga-Nationalpark werden als "James Bond-Tour" deklarierte Ausfluege durchgefuehrt. Da bin ich doch mit von der Partie! Und wieder setzte ich mich in eines der ohrenbetaeubend lauten Long-Tail-Boote, welche das ultimative Fortbewegungsmittel in dieser Gegend darstellen. Wir fuhren durch eine Hoehle hindurch und an einer Insel, die wie ein Kamel aussah, vorbei und legten schliesslich bei Kao Tapoo an. Oder, wie sie ueberall angepriesen wird, "James Bond Island"! 1974 wurde "Der Mann mit dem goldenen Colt" (Roger Moore als 007) hier gedreht. Ich habe zwar diesen Film nie gesehen, aber allein der Landschaft wegen kann er ja nicht ganz so schlecht sein. Ich habe zwar mal wieder voll und ganz durchblicken lassen, dass ich kein echter James Bond-Fan, indem ich froehlich die Titelmelodie von "Mission Impossible" vor mich her summte, aber dennoch wurde ich deshalb netterweise nicht mit Veraechtung und Verdammnis gestraft. Die Insel selbst ist recht klein, fast winzig. Doch merke: Kein Ort, der von zahlreichen Booten voller Touristen besucht wird, ist zu klein, um dort nicht mindestens ein gutes Dutzend Souvenir- und Ramschstaende unterzubringen!

Nachdem die obligatorischen Beweisfotos vor dem James Bond-Felsen geschossen wurden, ging es wieder hinein ins Boot und nach Ko Panyee, ein muslimisches Fischerdorf. Dieses hat man einfach mitten im Meer auf Pfaehle gestellt. Schule, Moschee und alles, was man so braucht, ist dort vorhanden. In diesem Dorf assen wir zu Mittag und danach konnten wir wieder einmal an unzaehligen Souvenirstaenden vorbeilaufen. *seufz* Ich frage mich ehrlich, wie sich das rentieren kann, wenn 20 Staende genau den gleichen Kram anbieten! Doch anscheinend findet sich fuer jede noch so abstossende Art von Kitsch immer irgendwo ein zahlungskraeftiger, von ausgepraegter Geschmacksverirrung leidender Touri. Wieder rein ins Boot und an angeblich 3000 Jahre alten Felsmalereien der Wikinger (??) vorbei.

Zurueck auf dem Festland fuhren mal wieder zu einem Tempel: Wat Suwankuha, der Affen-Hoehlen-Tempel. Der Name ist Programm: Buddha, von einem Moench bewacht, befindet sich in einer riesigen Hoehle und am Eingang befinden sich ein paar Dutzend Affen, die man mit Baby-Bananen und Co. ("Feed the monkey, 10 Baht!!!") fuettern kann. Diese Aeffchen scheinen ein recht geruhsames Leben zu fuehren, schliesslich werden sie von all den Besuchern rund und kugelig gefuettert. Es sind auch einige Affenmuetter mit Baby zu sehen und ein paar gesetzte Affenherren, die ab und zu den juengeren Burschen unmissverstaendlich klar machen, wer hier das Sagen hat. Letzte Station des Tages war der Sra Nang Manora Forest Park, wo wir uns beim Manora-Wasserfall abkuehlen konnten.