Freitag, August 18, 2006

Die Prae-Australien-Phase, Teil 1: Dubai



Foto: Der Beweis - es gibt Regen in der Wueste!


Vor Australien hat Emirates Airlines erst mal Dubai und Bangkok gesetzt. In letzterem bin ich gerade, aber schliesslich soll das alles seine chronologische Ordnung habe, weswegen ich nun von meinem Aufenthalt in Dubai erzaehlen werde.

(Verdammt, ich vermisse die Umlaute ae, oe, und ue. Und das scharfe s. Daheim weiss man es nie zu schaetzen. *schnief*)

Doch halt: Zuerst ein Wort zu Emirates Airlines. Ohne Zweifel die beste Airline, mit der ich bisher geflogen bin. Und das liegt nicht zuletzt an ICE. Nein, ausnahmsweise mal kein Eis, sondern das Information Communication Entertainment-System an Board. Damit bekommt man z.B. die aktuellen BBC-Headlines rein. Konnte sich ueber Dubai informieren. Mit installierten Bord-Kameras nach vorne und nach unten schauen. Toll fuer die, die keinen Fensterplatz haben. Und natuerlich - neben diversen Radiosendungen, CDs und das Uebliche - eine unglaublich grosse Auswahl an Filmen und Serien! (Die Filmtitel-Liste umfasste 10 Seiten...) Daher habe ich auf dem Flug von Frankfurt nach Dubai natuerlich nichts gesehen. Gut, was heisst natuerlich: Da mein Abflug erst so spaet abends war, wollte ich schlafen um dem Jetlag zu entgehen. Was gelang.

Was mich daran erinnert: Ich muss ja eigentlich mit meinem Abflug in Frankfurt anfangen! (Na, liest das hier ueberhaupt noch jemand oder wird das schon zu lang? *gg*) Neben meiner lieben Familie ist naemlich auch noch spontan und ueberraschend Anna aufgetaucht. Ohne jemanden zu informieren. Und hat uns tatsaechlich gefunden! Riesenueberraschung, sehr schoen. Habe sogar noch ein Stueck Dick & Durstig mitbekommen. (Welches uebrigens noch existiert! Und wer nicht weiss, was Dick & Durstig ist, darf jetzt mal raten.)

Aber zurueck zu Dubai: Der Flughafen sehr luxurioes, sehr sauber. Mit dem Bus zu meinem Hotel gefahren (welches praktischerweise genau gegenueber einer groesseren Busstation gelegen war) und erst mal eingecheckt. Hatte sogar ein Doppelzimmer bekommen, obwohl ich nur ein Einzelzimmer gebucht hatte. :)

Nachdem ich mich dann frisch gemacht habe und erst mal dem Wetter entsprechend umgezogen, ging ich mit guten Tipps und einem Stadtplan von der Rezeption ausgestattet zum Gold Souk. Mein Hotel war keine zehn Minuten davon entfernt. (Souk=Markt). Im Prinzip ist das nur eine Einkaufsstrasse, wo links und rechts in den Laeden ueberall nur Gold verkauft wird. Verdammt billig. Dubai ist naemlich eine der wichtigsten Gold-Nationen. Und das Motto hiess oft: Mehr ist mehr. Noch mehr ist besser!! Was man aus diversen Bollywood-Filmen kennt ist ein Fliegendreck dagegen.

Danach begab ich mich auf die Suche nach dem Spice Souk. Was gar nicht so einfach war. Denn dort, wo er eigentlich sein sollte, waren zwar auch Geschaefte, aber die haben nur Kitsch verkauft. Und staendig haben die versucht armen Touristen wie mir Pashmina-Schals, Bauchtanzklamotten und Schuhe aufzuschwatzen.

Endlich habe ich ihn dann doch gefunden. Kleiner als gedacht, aber nett. Nur schade, dass ich davon nichts mit nach Australien nehmen darf, sonst haette ich Daniela was mitgenommen. Dort war dann auch das Dubai Municipality Museum, wo ich auch kurz rein bin. (Kostenlos! ABer wichtiger: Innen --> Klimaanlage!) Ein fuenfminuetiger Film ueber die diversen Projekte in Dubai (Bruecke 1, 2, 3 - in dem Stil), dann noch drei Mini-Raeume, wo ich dann die ausgemusterten Stempel und Fotos von den Dingen, die sie im Film gezeigt hatten, sehen durfte.

Zu dem Zeitpunkt habe ich dann beschlossen, zum Strand zu fahren und schwimmen zu gehen. Es hatte 48 Grad. Und das war sogar Eva Frostbeule zu heiss. Also, ab zum Jumeirah Beach Park - einer der wenigen oeffentlichen Straende in Dubai. Sehr nett, sehr gepflegt, nur zu empfehlen. Hatte Gott sei Dank auch ein paar schattige Plaetzchen. Das Wasser war ganz klar und man konnte ziemlich weit reinlaufen. Aber es war auch verdammt warm. Der Sand sehr fein. Mit Abkuehlung war also nicht wirklich viel drin. Habe mich dort gut mit zwei Englaenderinnen unterhalten. Erstaunlich fand ich die vielen Kraehen in den Palmen. Nicht gerade Tiere, die man am Strand erwartet. Genauso wenig wie Katzen uebrigens, von denen ich auch zwei oder drei gesehen habe. Aber andererseits gibt es in Florida ja auch Eichhoernchen am Strand, warum also nicht.

Das war mein erster Tag. Abends war ich dann relativ fertig wegen der Hitze und froh, dass mein Zimmer Klimaanlage hatte.

Am naechsten Tag habe ich eine Stadtrundfahrt mitgemacht. So habe ich natuerlich auch das Luxus-Hotel Burj Al Arab gesehen. Natuerlich nur von aussen und in einiger Entfernung, die lassen da einen nicht so einfach rein. Von den gigantischen "Wir-schuetten-Sand-zu-kuenstlichen-Inseln-in-lustigen-Formen-auf"-Projekten kann man vom Strand uebrigens nicht viel sehen. Was viele nicht wissen: Es ist nicht nur eine Palme, es sind drei an der Zahl. Plus die Welt. Habe beschlossen, selbst eine kuenstliche, eierfoermige Insel dort aufzuschuetten. Ich werde das Ei "Dub" nennen.

(Na, wer erkennt den Witz? Wer erkennt ihn?! Ich finde ihn gut...)

Ausserdem hat man gesehen, wie wahnsinnig die gerade in Dubai am Bauen sind. Es ist echt abartig. Interessant fuer euch vielleicht einige Projekte, die noch nicht fertig gestellt sind: So z.B. Burj Dubai, welcher der hoechste Turm der Welt werden soll mit etwa 800 Metern. (Burj heisst uebrigens Turm.) Momentan sind erst die ersten 60 Stockwerke hochgezogen. Oder auch Dubai-Land, welches in naher Zukunft der groesste Freizeitpark der Welt werden soll. Um einiges groesser als Disney World.

Dann war ich noch kurz in einer Shopping-Mall, bevor ich mich wieder auf den Rueckweg in mein Hotel gemacht habe. Dort wurde ich naemlich abgeholt, da ich einen Trip in die Wueste gebucht hatte. Wenn schon, denn schon!

Der Wuestentrip war wirklich gut! Aber natuerlich, was passiert, wenn ich mal in die Wueste fahre? Genau. Es regnet. Hat fuer ein paar Minuten sogar geschuettet wie aus Kuebeln. Habe natuerlich Beweisfotos geschossen, ich hoffe, die werden was.



Der Wuestentrip bestand erst mal aus der Hinfahrt zu der eigentlichen Duenen-Wueste. Duenen deshalb, damit man da mit den SUVs auch schoen rauf und runter fahren kann, um die Einzigartigkeit dieser Landschaft zu erhalten. Es ging ca. 12 km teilweise recht abenteuerlich durch die Duenen. Ungefaehr nach der Haelfte wurde einer aelteren Englaenderin bei uns im Auto allerdings schlecht, weshalb wir dann nur noch die Soft-Variante gefahren sind. Schade.

Unser erstes Ziel: Eine Kamelfarm. Viele Kamele. Ach ja, auf dem Weg dorthin haetten wir fast eine Kamelherde gerammt. Aber nur fast, waren noch gut 20 Meter Abstand. Man sieht halt nicht, was hinter einer Duene ist. (So am Rande: Vor allen Gefahren wurde ich daheim gewarnt, nur nicht vor den Kamelen.) Dann ging es auf zu einer huebschen Duene, um dort Sandboarding zu betreiben. Macht Spass und ist einfach. Nur wieder rauf zu stapfen ist weniger lustig. Danach ging es zu unserem Wuestencamp. Dort Kamel reiten. Dann Abendessen (leckeres Buffet - Tinchen, fast genauso wie damals in Tozeur!), Henna-Tatoo (ziert meinen rechten Fuss) und die obligatorische Bauchtaenzerin. Die ich jetzt nicht so gut fand. Aber war trotzdem nett. Das Ganze fand uebrigens ca. 60 km von der Grenze zum Oman statt. Und in der Wueste war die Temperatur richtig angenehm (33 Grad). Habe mich gut mit meinen Mitfahrern unterhalten, Englaender und Japaner. Japaner koennen Dreadlocks haben! Okay, er spielt auch in einer Band. Aber trotzdem! Sieht echt anders aus, bei uns ist man diesen Anblick ja schon gewohnt...

Das war es eigentlich schon mit meinem Aufenthalt in Dubai, am naechsten Morgen ging es frueh zum Flughafen und ab nach Bangkok. Davon mehr beim naechsten Mal.

Noch ein paar allgemeine Worte zu Dubai: Das zweitgroesste der Vereinigten Arabischen Emirate. Sprit mittlerweile 3.50 Dirham pro Liter, vor zwei, drei Jahren noch 1 Dirham. (1 Euro ungefaehr 4,6 Dirham) 50.000 US-Dollar-Millionaere. Und keinen getroffen. Zumindest weiss ich nichts davon. (Maria, das mit dem Scheich war wohl nix.) Ueber 200 Shopping Malls. Man zahlt keine Steuern. Fuer gar nichts. Daher auch ueber 200 Shopping Malls. Die Moscheen sind zeitgemaess mit Lautsprechern ausgestattet. Damit man halb schlafende Eva auch wecken kann. Ansonsten weniger luxurioes, als es am Flughafen und in diversen Prospekten und Postkarten den Anschein macht. Dubai hat es perfektioniert, schoene Postkartenmotive zu haben, indem sie aus geschickten Perspektiven fotografieren. Aber alles in allem: Nichts, wo ich noch mal unbedingt hin muesste. Ausser Rod Stewart oder Madonna laden mich mal auf ihre Privatinsel ein.

Nun mache ich mich auf dem Weg in mein Hotel hier in Bangkok, es ist kurz vor 22.00 Uhr und morgen will ich noch einiges sehen. Gute Nacht und bis zum zweiten Teil der Prae-Australien-Phase!

Kommentare:

PeLa hat gesagt…

Was ist bitte DICK UND DURSTIG?
raetsel, raetsel, raetsel, raetsel?

Anonym hat gesagt…

soweit ich weiß, ist dick und durstig eine art zewa, also ein saugtuch oder wie heißt das genau?

Schwertlilie79 hat gesagt…

Na, dick & durstig war bestimmt für die, die-in-der-wüste-regen-macht sehr nützlich - in null komma nix war die wüste wieder trocken! :)

Eva hat gesagt…

Ja, Dick & Durstig ist ein Papierkuechentuch wie Zewa oder Bounty.