Mittwoch, Juli 04, 2007

Eva in Sydney. Oder: Der Anfang wird das Ende sein.

Und alle mitsingen! “In Sydney steht ein Opernhaus, oans, zwoa, g’fotooot!” *knips* “Gleich gehn mir die Batt’rien aus, oans, zwoa, g’fotoot.” *schunkel* *knips* Ja, ich bin wieder in meiner australischen Lieblingsstadt angelangt. Um euch alle zu beruhigen: Das Opernhaus ist tatsaechlich immer noch hier. Aber irgendwie sieht es anders aus. So weltkulturerbig. Oder bilde ich mir das nur ein? (Als ob ich mir so etwas einbilden koennte. Tss.) Zur Sicherheit habe ich vorsichtshalber ein paar Fotos geschossen, um spaeter einmal das Opernhaus 2006 mit dem Opernhaus 2007 vergleichen zu koennen. (Manche Leute haben schon seltsame Hobbies. Doch es ist an der Zeit es zuzugeben: *tief luft hol* Hallo, mein Name ist Eva und ich bin ein Fan der “Finde die zehn Unterschiede”-Bildchen.)

Hier in Sydney bin ich zurueck bei D. und ihrem Freund, die mich wieder aeusserst herzlich empfangen haben. Es war so schoen sie nach knapp acht Moaten wiederzuehen! Langsam heisst es aber Abschied nehmen und wir haben eine kleine Liste erstellt, was wir noch alles zusammen machen wollen, bevor ich das Land verlasse. Ja, meine Tage in Australien sind gezaehlt, mein Rueckflug ist gebucht. Momentan nutze ich die Gelegenheit, meine Lieblingsplaetze in Sydney zu besuchen, dem regnerischen, kuehlen Wetter zum Trotz. Gut, die letzten Tage war es schoen warm (20 Grad) und sonnig. Winter eben. Wie immer scheinen die letzten Wochen nur so dahinzuschmelzen wie Kaese auf einer Pizza im Holzsteinofen. Mein Australienabenteuer hat hier in Sydney angefangen und hier wird es auch sein wohlverdientes Ende nehmen.

Wie ihr euch vielleicht denken koennt, gibt es noch Dutzende von Geschichten, die ich euch von meiner Zeit hier in Australien erzaehlen koennte. Etwa wie wir “United Nations” im Outback spielten. Wie ich 10 Stunden am Flughafen in Brisbane verbrachte. Wie ich die Bekanntschaft mit Ernie, dem Emu, machte. Wie ich illegale Madenwettrennen veranstaltet und die “Death Brush” erfunden habe. Wie ich in dem im wahrsten Sinne des Wortes (entschuldigt die Ausdrucksweise) beschissensten Hostel in Melbourne uebernachtete. Wie ich einen schnarchenden Kanadier in die Verbannung schickte. Wie unser Tourbus stecken blieb. Wie ich mit Hilfe von “Frankenstein” Englischunterricht im Outback erteilte. Was ich bei einem anderen Preisausschreiben gewonnen habe. Oder welchen schillernden Persoenlichkeiten ich begegnet bin. Und das ist nur ein kleiner Auszug.

Aber manche Geschichten muessen unerzaehlt bleiben. Geht hinaus in die Welt und erlebt eure eigenen Abenteuer, das ist doch viel spannender als meine Erlebnisse nachzulesen. Los, weg vom Bildschirm und raus ins Freie! Sofort! Und wenn ihr schon mal draussen seid, koennt ihr euch ein leckeres Eis kaufen und kurz an mich armes Wesen denken, welchem dieser Genuss noch fuer eine ganze Weile nicht vergoennt sein wird. *mich im selbstmitleid suhlen geh* *zum trost das opernhaus knuddeln geh*

Kommentare:

B. Kloppt hat gesagt…

Meine liebe Eva,

von mir kriegst du kein einziges Fünkchen Mitleid, nein! Schon seit etlichen Monaten sitze ich regelmäßig vor meinem Bildschirm und bin grün vor Neid. Auch wenn Australien nicht zu meinen Lieblingsländern zählt, so ist es doch die pure Qual, von deinen tollen Erlebnissen zu lesen, wenn man selbst im öden, tristen, verregneten (Hier ist auch fast Winter, jawohl!) Deutschland sitzt und sich nicht mit Moskitos sondern Dozenten herumplagen muss.
Es wird Zeit, dass du wieder heimkommst! Nicht, weil dich hier jemand wiedersehen möchte, nein, es muss nur endlich einmal ein Ende finden mit diesen wunderbaren Erzählungen, mit denen du uns an den Bildschirm fesselst und uns vor Augen fühlst, wie trostlos unser eigenes Leben ist. Zumindest meines (bevor sich jemand beschweren will). Nochmal 12 Monate Australien-Blog würden mich in den Suizid treiben. Und lass dir ja nicht einfallen, nach deiner Ankunft gleich nochmal so ne Nummer zu planen! PAH!

Entrüstete, vor Neid zerfressene, aber dennoch freundschaftlich-versöhnende Grüße aus der beitragspflichtigen Universitätsstadt Würzburg am Main, Franken (nicht Bayern!),

B. (die, die immer neidisch ist)

Eva hat gesagt…

@Bianca:

Bitte nicht entruestet sein! Und Neid ist eine der sieben Todsuenden, steht dir so gar nicht.

Mal keine Bange, bin ja nun bald wieder daheim. Und falls es dich troestet: Mein toller Plan von Traumstraenden und noch ein paar netten Tagen am Meer sieht momentan recht duester aus. Dauerregen und Unwetterwarnungen. *seufz* Ich hoffe mal, dass es sich bessert, ansonsten muss ich mir etwas anderes einfallen lassen.

Und keine Bange: Ich bleibe jetzt erst mal ein gutes Weilchen in Europa. :)